Barrierefrei, W3C-Konform und andere Wünsche

Zugriffe: 3818 starstarstarstarstarstarstarstarstarstar Bewertung:2,67 (3 Bewertungen) 27.04.2009

Wenn man als Webentwickler sich dabei macht und eine neue Anwendung plant, dann kommen viele Wünsche auf. Als letztes denkt man aber an die strikte Einhaltung von bestimmten Standards. So habe ich mir mit der Neugestaltung des Weblogs das Ziel gesetzt, die W3C-Standards strikt einzuhalten und nach Möglichkeit barrierefrei zu sein.

Andererseits mochte ich nicht auf die so lieb gewonnenen Javascriptfunktionalitäten wie AJAX und jQuery verzichten. Auch hatte ich dabei im Blick, wie wohl so manch Suchmaschine die Seite am besten durchsuchen und indizieren kann.

Was die Suchmaschine angeht, hab ich eine Lösung bei Thomas Bandt und Albert Weinert gefunden, die das Projekt URL-Rewriting in hervoragender Art und Weise umgesetzt bzw. erweitert und vor allem beschrieben haben. Damit war es möglich - ohne all zu tief in die Materie des Urlrewriting einsteigen zu müssen - die einzelnen Seitenlinks suchmaschinenfreundlich zu gestalten.

 Ein weiterer Effekt, der sich dadurch ergeben hat, war die Sache mit dem AJAX. Durch einen einfachen Klickevent konnte ich den Linkklick so gestalten, dass - wenn Javascript aktiv ist - der Inhalt partiell über AJAX (AJAX.PRO) und jQuery aktualisiert wird. In allen anderen Fällen, wird dann einfach der Get-Aufruf der verlinkten Adresse ausgeführt.

Eine andere Herausforderung bestand in der Umsetzung der Barrierefreiheit. Hier war zunächst die Frage nach einem WCAG-Validator, möchte man nicht am Ende selbst die Prüflisten abarbeiten. Ich habe mich dabei für die Seite liavaag.org entschieden.

Unterm Strich muss ich sagen, war sicher einiges etwas nervig bei der Umsetzung der Barrierefreiheit (z.B. dass es nicht mehr ein einfacher "weiter..." - Link reicht, nein der Text muss für alle Links verschieden sein. Oder dass fast jedes Element ein tabindex-Attribute benötigt. Lustig wird die Sache , wenn man dann mit dynamischen Listen arbeitet.

Bei der Einhaltung der CSS-Standards war mir diesmal wichtig, dass von den Webdesignern ja immer wieder geforderte Umsetzen von Layout ohne Tabellen. In meiner täglichen Arbeit erfahre ich dabei immer wieder, wie schnell man doch dabei ist und eine Tabelle nimmt, weil es sich doch damit so schön alles anordnen lässt. Ich muss zugeben, es ist schon manchmal ein ganz schöner "Beinbruch" will man alles mit div-Elementen umsetzen. Andererseits, hält man nur ein paar kleine Regeln ein, wie z.B. dass jedes div-Element, das floaten soll, auch bitte eine Breite zugewiesen bekommen muss, dann ist es am Ende fast nur halb so schwierig. Unverzichtbare Ressource dabei die Seite css4you.

Am Ende kann ich nur jeden ermutigen, sich bei der Umsetzung von Webprojekten an die geltenden Standards zu orientieren - dann hat man es auch einfacher mit der Browserkompatibilität.


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