.NET Day Franken 2011

Zugriffe: 5486 starstarstarstarstarstarstarstarstarstar Bewertung:3 (4 Bewertungen) 23.05.2011

Als ich 2005 nach Bayern kam, um hier meine Brötchen zu verdienen, da arbeitete Tom noch bei der conplement AG in Nürnberg und war sehr bemüht, die .NET Usergroup Franken, die seinerzeit von Damir Tomicic ins Leben gerufen wurde, mit mehr Leben zu füllen. Es gab Termine, da waren vielleicht gerade mal ein Hand voll Teilnehmer gekommen, gleichwohl die Themen nie uninteressant waren. Tom setzte alles daran, irgendwie monatlich, also regelmäßiger als bisher, ein Treffen für die Usergroup zu organisieren.
 

Inzwischen hat sich Tom noch den Bernd als Unterstützung dazu geholt und das Ganze so sehr etabliert, dass man, nicht zuletzt motiviert durch Albert's Aktivitäten und der .NET Cologne, zu Höherem strebte. So luden Tom und Bernd 2010 zum ersten Mal zum .NET Day Franken ein und versprachen am Ende der Veranstaltung, dass wir uns 2011 wieder sehen werden. Am 21.05.2011, war es wieder so weit und gut 200 Entwickler folgten der Aufforderung von Tom und Bernd.

So wie man es von der BASTA, der .NET Cologne oder anderen Konferenzen her kennt, beginnt jede dieser Veranstaltungen mit einer Keynote. Was ich mich immer dabei gefragt habe ist, was soll sie mir an Informationen geben? Schaut man bei Wikipedia nach, so beschreibt die Keynote in der Regel die Eröffnungsrede, in der der Kerngedanke der Konferenz zum Tragen kommt. Die Keynote auf dem .NET Day Franken hat Michael Wiedeking von der Firma Mathema aus Erlangen gehalten. Michael holte dabei wohl sehr weit aus, in dem er zurück ging auf die Entstehungsgeschichte des Planeten, der Menschheit und der Entwicklung der EDV. Und während er so erzählte, machte er zugleich deutlich, dass wir uns derzeit in einem rasanten Tempo entwickeln. Für den Softwareentwickler ist dies inzwischen nichts Neues - was vorgestern noch Fiktion war, ist heute letztlich kalter Kaffee und wird bestenfalls noch belächelt. Michael machte in seiner Keynote aber auch deutlich, dass mit dem Tempo der Entwicklung auch maßgeblich die Verantwortung gegenüber jedem Einzelnen steigt, gute und saubere Arbeit in der Softwareentwicklung abzuliefern.

Wo dabei die Probleme in manchem Entwicklungsprozess liegen, zeigten die anschließenden Vorträge von Christine Strattner und Ilker Cetinkaya.
Christine referierte in einer sehr anschaulichen Art und Weise, was es heißt SCRUM im Unternehmen, im Entwicklungsprozess einzusetzen. Für meine Arbeit konnte ich feststellen, dass wir im Unternehmen (eher unbewusst) schon nach den SCRUM-Prinzipien verfahren, aber dennoch einiges dabei durcheinander bringen. Auch die Vorzüge, die agile Entwicklung und XP mit sich bringen können den eigentlichen Softwareentwicklungsprozess am Ende nur bereichern, doch wie Ilker in nahezu schauspielerischer Perfektion und zugleich mahnender Weise zeigte: man kann es nicht erzwingen, weder SCRUM, XP, oder all die anderen Dinge, welche die Entwicklung schneller, schöner und einfacher machen soll(te). Am Ende - und hier war sie wieder, die Keynote - sind wir keine Maschinen, sondern Menschen.

Thomas Schissler zeigte in seiner Session in anschaulicher Weise, wie wichtig das Testen von Software ist und was es bedeutet, eine stets konsistente Testumgebung bereitzustellen. Hierbei wurde deutlich, wie sehr Microsoft beim TFS nachgelegt hat. Insofern freue ich mich schon drauf, wenn der TFS zum Einsatz kommt.

Daniel Meixner von der conplement AG präsentierte, aufbauend auf seine Ausführungen vom Vorjahr, die Möglichkeiten des TFS beim Requirement Engineering.

Tom und Bernd haben diesmal immer 3 Sessions parallel laufen lassen, so dass man mitunter schon mal in allen drei zeitgleich sein wollte. Prioritäten hier zu setzen, fiel dieses Jahr besonders schwer.

Zu guter Letzt sollte noch einmal der Veranstaltungsort erwähnt werden. Das NH Nürnberg City bietet neben den komfortablen Tagungsräumen einen erstklassigen Service im Bereich der Bewirtung an. Es hat zu keiner Zeit an etwas gefehlt. Getränke für jedermanns Geschmack und ein exzellentes Mittagsbuffet haben dem ganzen Event die Krone aufgesetzt.

Ich kann nur an alle, die diesen Tag organisiert mit ermöglicht haben auf diesem Wege nochmals recht herzlich Danke sagen - und ich freue mich schon auf den nächsten .NET Day Franken 2012.


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