SEO - Suchmaschinenoptimierung

Zugriffe: 5137 starstarstarstarstarstarstarstarstarstar Bewertung:2,5 (4 Bewertungen) 16.11.2009

SEO - eine Abkürzung nur oder ein Konzept, welches man ernst nehmen sollte? Hinter SEO verbirgt sich letztlich nichts anderes als die englische Bezeichnung Search Engine Optimization, die im Deutschen für Suchmaschinenoptimierung steht. Es stellt sich jedoch die Frage, wie optimiere ich meine Webseite für die gängigen Suchmaschinen. Auf diese Fragen möchte ich im folgenden einmal etwas näher eingehen.

Es ist wohl relativ unbestritten, dass Google als Suchmaschine eine wichtige Rolle in unserem Internet-Leben spielt. Es vergeht nahezu kein Tag, wo im Radio oder im Fernsehen nicht eine Meldung zum Thema Internetrecherche zu vernehmen ist. Auch haben die Zeitungen erkannt, dass es nicht ohne (Medium Internet) geht. Darum ist es wichtig, gut und schnell gefunden zu werden, damit die angebotene Information nicht in der Flut an im Internet abrufbaren Informationen untergeht.

Andere Suchmaschinenanbieter wie Yahoo oder Bing bieten ähnliche Programme an, doch möchte ich mich in diesem Beitrag auf die Webmaster-Tools von Google beschränken. Wie gesagt - sie kochen letztlich alle nur mit Wasser, die grundsätzlichen Informationen für eine gute Suchmaschinenoptimierung sind aber am Ende für alle nahezu gleich.

 "Wie unterstützt mich eine Suchmaschine?" Diese Frage sollte man sich als erstes stellen, selbst wenn die Seite sich noch im Aufbau befindet. Wer sich bei Google registriert, kann hier die Webmaster-Tools nutzen.

Webmastertools

Wie die Webmaster-Tools funktionieren, hat Google separat in einer Anleitung zusammen gefasst. Was allerdings noch zu beachten ist, findet man bei Google in einer weiteren Hilfestellung oder man beherzigt schlichtweg die Hinweise, die man bei Wikipedia findet.

So nützt es recht wenig und kann schlimmstenfalls zur Sperrung der Seite im Suchmaschinenindex führen, schaltet man vor der eigentlichen Seite eine weitere Seite mit Suchbegriffen oder Schlagworten (die am Ende auch wenig mit dem Inhalt der eigentlichen Seite zu tun haben). Ich habe auch schon Seiten gesehen, die hatten einen ausgeblendeten DIV-Container auf der Seite, gespickt mit gängigen Begrifflichkeiten. In den Anfängen des Internet war ebenso beliebt, die META-Tag für diverse gängige Suchbegriffe zu missbrauchen. Die Suchmaschinenbetreiber haben dies schnell erkannt und reagiert. Und so verwundert es nicht, wenn man dann in Googles Richtlinien liest:

Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen. Versuchen Sie nicht, Ihre Nutzer zu täuschen. Stellen Sie zudem keinen Content für Suchmaschinen bereit, den Sie nicht für Ihre Besucher verwenden. Dies wird als "Cloaking" bezeichnet.

Eigentlich ist dies doch klar und versteht sich von selbst. Es gehört ohnehin zu den wohl frustrierenden Erkenntnissen eines Webbenutzers, wenn das von der Suchmaschine ermittelte Suchergebnis am Ziel vorbei führt. 

Mir ist in den Jahren aufgefallen, dass es tatsächlich immer hilfreich ist, das an Informationen zu offenbaren, was man anderen - den Benutzern der Seite - auch wirklich mitteilen will. Wem nützt es, erotische "Fachbegriffe" versteckt in der Seite unterzubringen, nur weil über Suchmaschinen häufig danach gesucht wird? Ebenso wenig förderlich in der Sache ist es, Themenbegriffe x-Mal auf der Seite zu wiederholen. Nur weil ich gerne zum Thema AJAX.PRO schreibe, mich mit dem Thema AJAX leidenschaftlich gerne auseinandersetze, bringt es den Benutzer meiner Seite nicht weiter, platziere ich zu jedem Blogbeitrag diese Schlagworte. Der Benutzer der Seite freut sich vielmehr, gelangt er zielstrebig auch auf die Seite, wo ich mich mit dem Thema tatsächlich auseinander setze.

Ein weiterer Punkt, um bei Suchmaschinen erfolgreich zu sein ist es, die Regeln sauberen Webdesigns einzuhalten. Hierzu zählt ganz klar, die Vorgaben des W3C einzuhalten. Ich weiß, dass dies oftmals recht schwierig umzusetzen ist, doch bieten die Validatoren des W3C hier eine gute Unterstützung an: so wird eben nicht nur bei der CSS-Validierung das CSS als solches bemängelt, nein, man erhält auch gleich einen validen Vorschlag, wie die CSS-Definitionen aussehen könnten. Ähnlich verhält es sich bei der HTML-Validierung. Wer dem Ganzen noch die Krone gewissermaßen aufsetzen möchte, der sieht sich die Regeln für barrierefreies Webdesign an. Auch hier gibt es inzwischen einen guten Validator. Nun mag sich der eine oder andere sicher fragen, "Warum muss die Webseite barrierefreien Grundsätzen folgen?" - Ganz einfach, weil Suchmaschinen mit so genannten Crawlern arbeiten und diese sich mit weitgehend barrierefreien Webseiten am einfachsten tun.

Als ich das Weblog erstellt habe, war es für mich oberstes Gebot alle drei Grundsätze umzusetzen. Was man dabei feststellt: man macht sich viel mehr Gedanken darüber, was man wie an Informationen vermitteln will. Aber ebenso war für mich wichtig, Web 2.0 - Technologien - wozu unstreitig AJAX gehört - mit einzubringen.

So stand letztlich die Aufgabe, die Webseite so zu gestalten, dass sie mit und ohne Javascript gleichermaßen funktioniert. Sehr gute Dienste - mit Blick auf die Suchmaschinenoptimierung - hat hierbei das URL-Rewriting geleistet, denn es gehört zu einer Regel des suchmaschinenoptimierten Webdesigns, dass Parameterketten in der URL nicht von jedem Crawler untersucht werden. ASP.NET-MVC und auch ASP.NET 4.0 tragen dem Thema ebenso Rechnung.

Um im Rahmen der Optimierung dem Suchmaschinendienst entgegen zu kommen, bietet es sich an, eine Sitemap zu erstellen und zu pflegen. Auch hier gilt es die Regeln der Sitemaperstellung einzuhalten. Im Netz finden sich hierzu zahlreiche Anbieter die einen bei dieser Arbeit unterstützen können. Google selbst bietet ein Programm zur Generierung der Sitemap zum Download an. Daneben hat man bei Google die Möglichkeit einen RSS-Feed als Sitemap zu hinterlegen.

Zu guter Letzt kommt man aber nicht umhin, sich selbst im Netz bekannt zu machen - diesen Part kann einem die Suchmaschine nicht abnehmen. Verlinkungen von fremden Seiten auf die eigene ist mit Blick auf die Suchmaschinenoptimierung ein nicht unwesentliches Instrumentarium. Eine weitergehende sehr gute Übersicht zur Suchmaschinenoptimierung findet man bei Michael Sattler.

Im Rahmen dessen sollte man Verlinkungen auch auswerten, um so festzustellen, ob man sich gut platziert hat oder ob zum Beispiel Kooperationen den erhofften Erfolg tatsächlich sicherstellen. Für mich ist es immer wieder interessant zu sehen, nach welchen Begriffen Benutzer über die Suchmaschinen gesucht haben. Über den Referrer erhält man so zum Beispiel wertvolle Informationen zu einem Themengebiet und kann inhaltlich darauf reagieren.

Zusammenfassend bleibt also festzustellen: die Suchmaschinen geben dem Betreiber der Webseite einiges an die Hand - es ist Sache des Betreibers, sich an die Spielregeln zu halten und das Instrument gewinnbringend einzusetzen.


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